Am heutigen Tag ist das Haus Weiherberg in Losheim am See offiziell der bundesweiten Initiative „Pro Pflegereform beigetreten.

Ziel es ist, die Reformbereitschaft der Pflegebranche auf eine breite Basis zu stellen und einige konkrete Eckpunkte ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Dies benötigt eine möglichst weitläufige Unterstützung aus der gesamten Pflegelandschaft.

Wer eine wirkliche Verbesserung für Pflegebedürftige und Pflegende will, muss die Pflegeversicherung strukturell so verändern, dass die pflegebedingten Kosten für alle Pflegebedürftigen finanzierbar sind und zwar unabhängig davon, ob sie nun zu Hause, im Betreuten Wohnen oder in einem Pflegeheim leben.

Die Initiative „Pro Pflegereform“ hat Prof. Dr. Heinz Rothgang von der Universität Bremen (Professor für Gesundheitsökonomie und Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege, Alterssicherung am SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Mitgliedschaft in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten) dazu beauftragt, auf Basis eines Gutachtens mögliche Reformvorschläge zur aktuellen Pflegeversicherung zu analysieren, zu überprüfen und zu bewerten.

Das Ausmaß eines notwendigen weiteren Paradigmenwechsels nach Einführung der Pflegestärkungsgestze wird in Grundzügen erkennbar, indem die zwei grundlegenden Strukturmerkmale des gegenwärtigen Systems gänzlich in Frage gestellt werden: die sektorale Trennung zwischen dem ambulanten und stationären Sektor sowie die Beschränkung der Pflegeversicherung auf pauschalierte, nicht bedarfsdeckende Leistungen.

Das Gutachten wurde auf dem vergangenen Tag der Pflegereform in Berlin vorgestellt. An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, sich weitgehend inhaltlich mit den Reformvorschlägen auseinanderzusetzen, die so in dieser Form unsere volle Unterstützung finden.

 


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